Auch der fünfte und letzte Tag unserer Tour durch das Hochland von Vietnam war beeindruckend und erlebnisreich.
Die erste Fotostation war dieser Wasserfall, danach besuchten wir zum letzten Mal eines der Hochland-Bergvölker - ihr Name wird morgen nachgereicht :-)
Sie waren bis vor sieben Jahren noch Nomaden und die Regierung hat ihnen diese Häuser gegeben, damit sie sesshaft werden. Unser Tourguide Mr. Long erklärte es damit, dass die unkontrollierte Abholzung der Wälder damit unterbunden würde und dass zeitgemäße Bildung ihre Chance auf Entwicklung seien.
Allerdings, so meine ich, wird ihnen dadurch auch ihr Selbstbestimmungsrecht verweigert, denn wer lässt sich nach hunderten Jahren traditioneller Kultur schon gerne sagen, wo und wie er oder sie leben soll ...
Diesen Mann trafen wir am Nachmittag, als er von der Jagd zurückkam. Um 4:30 in der Früh war er aufgebrochen, um in den Wäldern die Tierfallen zu kontrollieren.
Danach besuchten wir diese Kunstschnitzerei.
Aus den Wurzelstöcken fertigen zwei Männer höchst kunstvolle Möbel und Statuen.
Diese Statue hat einen Preis von 35.000.000,- Millionen Dong, also rund 1.300,- Euro.
Der Buddha ist schon etwas kostspieliger, 50.000.000,-Dong, etwa 1.800,- Euro.
Dschungel-Impressionen ...:
Mr. Long erzählte uns auch viele Details des Vietnam-Krieges, so zB, wie die Vietcong Panzer im Urwald versteckten. Sie waren mit Ästen bedeckt und die Bäume entlang eines aus der Luft nicht erkennbaren Pfades wurden zu zwei Drittel angesägt. Wenn die Panzer dann losfuhren, konnten sie die angesägten Bäume leicht umwerfen.
Zu MIttag hatten wir eine Stunde Zeit, um an diesem Wasserfall eine Spaß- und Badepause einzulegen:
Als letzten Programmpunkt besichtigten wir noch eine Manufaktur. Erst gestern hatten wir es zu Abend gegessen, und jetzt konnten wir erleben, wie es gefertigt wird: Reispapier.
Es war bei jeder Produktionsstätte beeindruckend, mit welch simplen Mitteln hier gearbeitet wird. Bei der Reispapierherstellung wurde es wieder besonders deutlich. Reis, Wasser, Feuer, eine Pfanne, ein Gestell, um die Reispapierscheiben zu trocknen und das war es auch schon.
Das Endprodukt ... nebenbei produzieren die Damen auch noch Reisnudeln.
Wasserbüffel bei der Arbeit.
Nun waren wir schon am Ziel unserer Tour durch das Hochland, in Hoi An am Südchinesischen Meer. Ganz links im Bild seht ihr Mr. Oangh, den umsichtige Fahrer, der auch nie müde wurde, mit den Burschen zu spielen, wenn wir etwas "ur fades" besichtigten :-), neben ihm Mr. Long, einer der beiden Chefs der Dalat Easy Rider ist. Er ist der einzige der 80 Tourguides, der deutsch spricht.
Wir danken den beiden für die vorzügliche Betreuung auf der Tour durch das vietnamische Hochland und können sie uneingeschränkt empfehlen: Dalat Easy Rider
Nun bleiben wir zwei Nächte in Hoi An, danach fliegen wir nach Hanoi, wo wir eine zweitägige Bootstour in der berühmten Halong Bay unternehmen wollen.
Bei diesen Fotos bekomme ich schon richtig Lust auf meine eigene Tour mit den Easy Riders durchs Hochland. Habe erst lange überlegt, ob ich es machen soll (Sicherheitsbedenken), aber es schwärmen viele Reisende von dieser Tour. Manche meinen, es war das Eindrucksvollste, das sie in Vietnam gesehen haben. Also - warum auch nicht. ;-)
Ich denke, dass sich unsere Touren trotzdem sehr unterscheiden, da ich von Nha Trang Richtung Da Lat aufbreche. Soweit ich das lese, seid Ihr von Da Lat weiter Richtung Norden unterwegs gewesen.
Guten Rutsch ins neue Reisejahr!
Gerhard
Andersreisender
Kommentiert von: Andersreisender | Dienstag, 28. Dezember 10 um 03:57 Uhr
@ Gerhard: Der Überlandverkehr in VIE ist recht kommod, für asiatische Verhältnisse ungefährlich. Wenn du einen direkten Kontakt zu Mr. Long magst, mail me. Wann soll deine Tour starten?
Kommentiert von: Robert | Dienstag, 28. Dezember 10 um 07:17 Uhr